Auszug aus dem Buch „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“ von Maria Treben

 

Leberentzündung

 

Bärlauch

 

Dank seiner blutreinigenden Wirkung hilft der Bärlauch, Leberentzündungen auszuheilen. Im Frühjahr sammelt man die frischen Bärlauch-Blätter, die gewaschen und kleingeschnitten verzehrt werden. So wie Petersilie streut man Bärlauch auf alle Speisen, die üblicherweise mit frischem Grün verfeinert und dekoriert werden. Mit Bärlauchblättern kann man auch einen Salat zubereiten oder Spinat kochen.

 

Bärlauch-Essenz

 

Um sich die Heilkraft des Bärlauchs das ganze Jahr über zu sichern, setzt man Bärlauch­Essenz an. Man füllt eine Flasche mit kleingeschnittenen Bärlauchblättern oder -zwiebeln, übergießt die Kräuter mit 38- bis 40%igem Kornbranntwein und läßt sie mindestens zwei Wochen in der Wärme stehen. Von dieser Bärlauch-Essenz nimmt man täglich viermal 10 bis 15 Tropfen, mit etwas Wasser verdünnt.

Leberbindegewebswucherungen behandelt man ebenfalls mit dem Bärlauch.

 

Löwenzahn

 

Man sammelt in der Blütezeit des Löwenzahns frische Blütenstengel, wäscht sie mit den Blütenköpfen, entfernt diese und ißt 5 bis 6 Stengel roh am Tag.

 

 

 

Lebererkrankung

 

Löwenzahn

 

Man sammelt in der Blütezeit des Löwenzahns frische Blütenstengel, wäscht sie mit den Blütenköpfen, entfernt diese und ißt 5 bis 6 Stengel roh am Tag.

 

Ringelblume

 

Ein gehäufter Teelöffel Ringelblume pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und über den Tag verteilt schluckweise drei bis vier Tassen trinken.

 

Ringelblumen-Salbe

 

In einer Pfanne erhitzt man 250 g reines Schweinefett und schüttet eine gehäufte Hand­voll Ringelblumen (Blätter, Blüten und Sten­gel) in das heiße Fett. Man läßt das Ganze noch einmal aufschäumen, rührt kräftig um und nimmt die Pfanne vom Herd. Zugedeckt über Nacht auskühlen lassen. Am nächsten Tag wird die Pfanne noch einmal leicht erwärmt, der Inhalt durch ein sauberes Leinentuch passiert, die Blätter, Blüten und Stengel werden ausgepreßt und die so gewonnene Salbe in verschließbare Gläser abgefüllt.

 

Salbei

 

Ein gehäufter Teelöffel Salbei pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise ein bis zwei Tassen Tee am Tag trinken.

 

Wegwarte

 

12 Stunden weicht man einen gehäuften Tee­löffel Wegwartewurzeln in einer Tasse mit kaltem Wasser ein. Anschließend wird der Kaltansatz erwärmt und abgeseiht. Über den Tag verteilt trinkt man zwei Tassen Tee. Prak­tischerweise füllt man seine Tagesration in eine angewärmte Thermoskanne.

 

Zinnkraut-Umschlag

 

Leber- und Galleanfälle mildert man mit Zinn­kraut-Dunstumschlägen. Zwei gehäufte Handvoll Zinnkraut hängt man in einem Sieb über einen Topf mit kochendem Wasser. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird das Zinnkraut heiß. Man kippt den Siebinhalt in ein sauberes Leinentuch und legt ihn als warmen Umschlag auf die Leber. Der Zinnkraut-Dunstumschlag sollte die ganze Nacht über einwirken.

 

Kleiner Schwedenbitter

 

Mit einem der obengenannten Tees nimmt man täglich drei Eßlöffel Kleinen Schwedenbitter. Dabei kommt ein Eßlöffel auf eine halbe Tasse Tee, die jeweils zur Hälfte vor und nach den drei Mahlzeiten getrunken wird.

 

Kleiner-Schwedenbitter-Umschlag

 

Daneben legt man Schwedenbitter-Umschläge auf die kranke Leber. Zunächst muß die Haut mit Ringelblumen-Salbe eingestrichen werden, damit der Alkohol des Umschlags ihr nicht das Fett entzieht. Anschließend beträufelt man einen geeignet großen Wattebausch mit Kleinen Schwedenbitter und legt ihn auf. Als Wärmeschutz kommt darüber eine trockene Lage Watte und eine Plastikfolie. Mit einem warmen Tuch wird der Umschlag fixiert, der 4 Stunden einwirken muß.

 

 

 

Leberkrebs

 

Bei bösartigen Lebererkrankungen empfehle ich folgende Kur:

 

Bärlapp

 

Morgens und abends vor den Mahlzeiten trinkt man je eine Tasse Tee. Ein gestrichener Teelöffel Bärlapp pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Brennessel

 

Ergänzend zu Bärlapp- und Kalmuswurzel-Tee trinkt man täglich zwei bis drei Tassen Brennessel-Tee.

Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Brennessel auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Kalmus

 

Pro Tag trinkt man sechs Schluck Kalmuswurzel-Tee.

12 Stunden weicht man einen gestrichenen Teelöffel Kalmuswurzel in einer Tasse kaltem Wasser ein. Danach wird der Kaltansatz erwärmt und abgeseiht. Vor und nach jeder Mahlzeit nimmt man täglich einen Schluck Kalmus-Tee. Praktischerweise füllt man seine Tagesration in eine angewärmte Thermoskanne.

 

Zinnkraut-Umschlag

 

Neben dem Schwedenbitter-Umschlag, der tagsüber für 4 Stunden aufgelegt wird, empfehle ich Zinnkraut-Dunstumschläge. Nach Möglichkeit sollte man morgens für 2 Stunden und nachmittags für 2 Stunden einen Dunstumschlag auflegen und einen dritten während der ganzen Nacht.

Zwei gehäufte Handvoll Zinnkraut werden in einem Sieb über einen Topf mit kochendem Wasser gehängt. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird das Zinnkraut heiß. Den Siebinhalt kippt man in ein sauberes Leinentuch und legt es als warmen Umschlag auf die Leber. Mit einem weiteren warmen Tuch wird der Umschlag fixiert.

Diese beschriebene Kur wendet man auch bei Leberzirrhose an.

 

 

 

Leberleiden

 

Brennessel

 

Bei einem Leberleiden empfiehlt sich eine Brennessel-Teekur über mehrere Wochen. Man trinkt bis zu vier Tassen Tee am Tag.

Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Brennessel auf eine Tasse, mit heißem Waser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Kalmus

 

Pro Tag sollte man bei einem Leberleiden eine Tasse Kalmuswurzel-Tee trinken. 12 Stunden weicht man einen gestrichenen Teelöffel Kalmuswurzeln in einer Tasse kaltem Wasser ein.  Anschließend wird der Kaltansatz erwärmt und abgeseiht. Vor und nach jeder Mahlzeit trinkt man je einen Schluck von dieser Tasse. Mehr als eine Tasse Tee darf pro Tag nicht getrunken werden. Praktischerweise füllt man den Tee in eine angewärmte Thermoskanne.

 

Odermennig

 

Zusätzlich zu den Tees sollte man bei einem Leberleiden täglich zwei Tassen Odermennig­Tee trinken.

Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Odermennig auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Spitzwegerich

 

Ein gehäufter Teelöffel Spitzwegerich pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise zwei bis drei Tassen Tee am Tag trinken.

 

Misch-Tee

 

Man mischt 50 g Ehrenpreis, 50 g Löwenzahnwurzeln, 25 g Waldmeister und 25 g Wegwarte­blüten. Am Tag trinkt man von dieser Kräutermischung zwei Tassen Tee.

Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Kräuter auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen und schluckweise trinken.

 

Misch-Tec

 

Man mischt lOO g Labkraut, lOO g Odermennig und lOO g Waldmeister.

Ein gehäufter Teelöffel diese Kräutermischung pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise drei Tassen Tee am Tag trinken. Eine Tasse davon trinkt man morgens auf nüchternen Magen.

 

 

 

Leberstörung

 

Sauerklee

 

Bei leichten Leberstörungen trinkt man pro Tag zwei ausgekühlte Tassen Sauerklee-Tee. Verwendet werden nur Frischblätter.

Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Frischblätter auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise zwei Tassen am Tag trinken.

 

Schafgarbe

 

Ein gehäufter Teelöffel Schafgarbe pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise zwei Tassen Tee am Tag trinken.

 

Misch-Tee

 

Folgende Kräuter müssen gut durchgemischt werden:

50 g Brennessel, 30 g Ehrenpreis, lO g Eichen­rinde, 20 g Erdrauch, 30 g Ringelblume, 20 g Schafgarbe, 30 g Schöllkraut, 20 g Walnußschale, 30 g Weidenrinde, 40 g Wiesengeißbart.

Ein gehäufter Teelöffel dieser Kräutermischung pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise über den Tag verteilt sechs bis acht Tassen Tee trinken.

Soweit möglich, sollte man frische Kräuter verwenden, da deren Heilkraft die von getrockneten übersteigt.

Genauso wichtig wie die richtige Anwendung der beschriebenen Kräuter ist die strikte Einhaltung einer Diät.

 

 

 

Leberverhärtung

 

Bärlapp

 

Man trinkt pro Tag eine Tasse Bärlapp-Tee, morgens auf nüchternen Magen.

Dabei kommt ein gestrichener Teelöffel Bärlapp auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrü­hen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.

 

Brennessel

 

Ein gehäufter Teelöffel Brennessel pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise bis zu sechs Tassen Tee am Tag trinken.

 

Odermennig

 

Ein gehäufter Teelöffel Odermennig pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise zwei Tassen Tee am Tag trinken.

 

Leberzirrhose

 

Siehe Lebererkrankung